Frühling ist die natürliche Entgiftungszeit des Körpers, der die Wärme, die er für den Winter brauchte, abzugeben beginnt, um sich für die Hitze im Sommer vorzubereiten.
Im Frühling herrscht die Kapha im Körper, die sich durch mehr Schleimproduktion und schwaches Verdauungsfeuer manifestieren kann. Deshalb ist der Frühling ideale Zeit für Entschlackungskuren und Massnahmen zur Anregung des Verdauungsfeuers.
Meine Empfehlung: Olivenblatt-Elixiere sind Ideal besonders im Frühling für die Reinigung. Die enthaltene Bitterstoffe unterstützen die Entschlackung (siehe unter Oliveda Produkte) Empfehlungen:
- Fasten, Pancakarma-Kur - Zur Entschlackung sind ideal frische Kräuter, junge Gemüse (Frühjahrspflanzen haben viele Bitterstoffe, die den Reinigungsprozess fördern) - Scharfe Gewürze und anregende Speisen (Antriebskraft für die Kapha-Kraft). Ideal sind da Ingwer, Basilikum, Pfeffer, Bockshornklee - Gut sind körperliche Übungen, trockene Massage, warmes Wasser
S o m m e r
Der Sommer ordnet man zu Pitta. Durch die Hitze fühlt sich der Organismus etwas träge und Agni wird geschwächt.
Empfehlungen:
- viel Wasser trinken - kühlende, saftige, frische, leichte und natürlich-süsse Speisen essen, vermeiden Sie Alkohol (entwässert) - die Hauptmahlzeit kann man auf den Abend verlegen. Unter dem Tag lieber Obst, Salat oder leichte Suppe zu sich nehmen - vermeiden sollte man schwere, sauere, salzige, scharfe und heisse Nahrung - Körperliche Anstrengung zu reduzieren, da der Körper durch die Hitze bereits belastet ist
H e r b s t
Im Herbst speichert der Körper die angesammelte Pitta und bereitet sich so für den Winter vor. Der Körper braucht relativ wenig Nahrung, da es in der Atmosphäre viel Lebensenergie vorhanden ist. Agni ist jetzt aktiv und stabil. Diese Jahreszeit eignet sich ebenfalls für die Panchakarma-Kuren
Empfehlungen:
- warme, vitaminreiche Nahrung als Schutz des Immunsystems vor der kalten Feuchtigkeit (Regen, Nebel) - Lebensmittel essen, die die angesammelte Pitta beruhigen. Damit kann man der Übersäuerung entgegewirken - Vermeiden Sie zu viel an Kaffee, Alkohol, Fleisch, saure Speisen
W i n t e r
Winter ordnen wir zu Vata-Dosha. Es ist eine kalte und trockene Jahreszeit. Unsere Haut wird durch den Vata-Einfluss rau, kalt und empfindlich. Unser Immunsystem wird geschwächt. Dafür ist Agni sehr stark in dieser Jahreszeit.
Empfehlungen:
- warm, ölig, sauer, süss, salzig zu essen (Nüsse, Fleisch, Hülsenfrüchte, Kohlgemüse, Milchprodukte) - wohltuend ist häufige Abhyanga (Ganzkörpermassage) - geeignete Gewürze: Nelke, Muskat, Zimt, Pfeffer - gute Zeit für sexuelle Aktivitäten
Sharkara ist ein speziell gereinigter Zucker. Ihm werden von der Ayurveda-Lehre völlig andere Eigenschaften zugeschrieben als den anderen bekannten Zuckerarten. Bei der ayurvedischen Herstellung von Sharkara wird die Zuckerlösung gereinigt und angereichert, dann lässt man daraus große Kristalle wachsen. Die langsame Rekristallisierung wertet den Zucker zusätzlich auf. Unter der intensiven Sonnenstrahlung des indischen Sommers reift Sharkara unter freiem Himmel heran. Zuletzt werden die Kristalle zerkleinert und gemahlen. Ayurvedische Gelehrte (Vaidyas) berichten von der ausgleichenden Wirkung dieses Zuckers im Körper. In den Schriften wird von einer Harmonisierung des ayurvedischen Feuerelementes „Pitta” berichtet und auch die anderen Doshas sollen ausgeglichen werden.
In der ayurvedischen Medizin wird Sharkara als „Anupanam“ verwendet. Anupanam heißt Fahrzeug und dient als eine Art Begleit- oder Trägerstoff bei der Einnahme ayurvedischer Medikamente. Dadurch können die Kräuter auf einer subtileren Ebene ihre Wirkung entfalten. Die besondere Bedeutung von Sharkara ist im Ayurveda schon seit Jahrtausenden bekannt. So gilt er als „Prasad“ (heilige Speise) und wurde als Opfergabe in den Tempeln verwendet. In dem antiken Text „Yog Ratnakar“ ca. 300 v. Chr. findet sich folgende Beschreibung: „Kandiszucker, der aus Zuckerrohr hergestellt wurde, macht das Essen wohlschmeckend, fördert den Appetit und unterstützt die Nährung des Körpers. Durch seinen kühlenden Einfluss reduziert er Pitta. Er normalisiert das Verdauungsfeuer (Agni) und reduziert Vata.“
Ch y a w a n p r a s h (für Diabetiker u. Übergewichtige nicht geeignet)
Ist eines der ältesten Nahrungsergänzungen in der Geschichte der Menschheit. Schriftliche Erwähnung findet diese Paste zuerst bei Charaka Samhia (ca. 2000 VC) im ersten Kapitel des Chikitsasthana das den Titel Abhayamalakiya Rasayana Pada hat.
Chyavanprash ist eine Art wohlschmeckendes Mus aus Ghee (Butterreinfett), viel Amla, dem gesunden, rechtsdrehenden Rohrzucker und einer Vielzahl Kräutern. Es ist ein umfassend wirkendes Nahrungsergänzungsmittel für die ganze Familie. Chyavanprash unterstützt und schützt bei Stress, Ermüdung und Anspannung. Natürliches Vitamin C stärkt das Immunsystem.
Spezielle Vorzüge des Chyavanprash gemäß den ayurvedischen Texten:
Verdauung und Immunsystem
Die Amlafrucht enthält 30 mal mehr Vitamin C als eine Orange und hilft das Immunsystem zu stärken. Regelmäßige Einnahme des Chyavanprash stärkt die Verdauung, Absorbierung, Nahrungsaufnahme des Körpers und balanciert die Magensäuren.
Herz und Gehirn
Die perfekte Mischung ayurvedischer Kräuter wirkt Herz stimulierend, kräftigend. Chyavanprash nährt die Hirnzellen mittels Unterstützung des Nervensystems und steigert Koordinierung und Gedächtnisfähigkeit.
Lunge, Leber und Nieren
Chyavanprash wirkt feuchtigkeitsbalancierend in der Lunge und energetisiert das Atemsystem. Chyavanprash hilft bei Blutreinigung und Entgiftung und stärkt die Leber. Das Kräutermus eliminiert Abfallstoffe im Körper, ohne die Harnorgane zu überfordern.
(Rasayana = Der „Charaka Samhita“ beschreibt es so: „die Verabreichung eines Rasayanas verschafft Langlebigkeit, Erinnerungsvermögen, Einsicht, Gesundheit, Jugendhaftigkeit, Glanz, Teint, vorzügliche Stimme, Stärke des Körpers und der Sinne, Kraft gesprochenes umzusetzen, Verbeugungen (durch andere) und weitere positive Merkmale.)Die AMLA-Frucht (Sanskrit: Amalaki, Latein: Emblica officinalis) ist ein Eckpfeiler der ayurvedischen Gesundheitslehre. Sie harmonisiert alle drei Doshas und gehört zu den neun Lebensmitteln, die man gemäß den ayurvedischen Schriften täglich zu sich nehmen sollte. Legenden und Überlieferungen aus alter Zeit preisen die ungewöhnlichen, segensreichen Eigenschaften dieser Frucht. AMLA wird in den ayurvedischen Schriften als die „Frucht für ewige Jugend und Schönheit“ bezeichnet. Sie gilt im Ayurveda als das wichtigste Rasayana.
Amalaki erneuert das Gewebe, erhöht die Zahl von roten Blutkörperchen. Es reinigt den Mund, stärkt Zähne und Zahnfleisch, nährt die Knochen – Amalaki ist die reichste Quelle an natürlichem Vitamin C und beinhaltet alle sechs ayurvedischen Geschmacksrichtungen, mit Ausnahme von salzig. Amalaki enthält u.a. Kalzium, Phosphor, Eisen, Karotin, Kohlenhydrate, Thiamin und Riboflavin. Viele wissenschaftlich sehr seriöse Studien haben die Stärkung der Abwehrkräfte und Schutz vor Infektionen durch Amalaki bestätigt.